|
||||||||||||||
| _ KSV-Chronik | ||||||||||||||
|
Hier erfahren Sie einiges über unseren Kreissportverband
Der Kreissportverband Dithmarschen besteht 65 Jahre Sport für Dithmarschen! Gemeinsam fit! Gemeinsam stark!
"Keine Stunde im Leben, die man im Sport verbringt, ist verloren." (Winston Spencer Churchill (1874-1965))
Mit einem bewundernswerten Mut, mit viel Schwung und noch mehr Optimismus traten am 24. Februar 1946 die „Männer der ersten Stunde“ an. Im Heider „Tivoli“ versuchten sie, den Sport wieder in Gang zu setzen. Wer um die Verhältnisse nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland in den ersten Nachkriegsjahren weiß, wer die Sorgen und Nöte der Menschen im harten Kampf um das tägliche Brot oder eine Wohnung noch kennt, der muss auch heute noch den Männern seine Anerkennung aussprechen. Es ging nicht nur um eine Neuorganisation im Sport, wo doch Sportplätze – von Hallen ganz zu schweigen – nur in geringem Umfang vorhanden waren, vielmehr musste man sich damals auch dem Willen der Militärregierung beugen, die in inhaltlichen Fragen immer das letzte Wort hatte. Aus der Festschrift zum vierzigjährigen Bestehen des Kreissportverbandes Dithmarschen (KSV) zitieren wir: „Was nach 1945 übrig blieb, das war nur wenig mehr als ein Nichts. Es wurden in der Tat berechtigte Zweifel gehegt, ob sich der Sport in Deutschland jemals wieder erheben würde.“ Allen Widerständen zum Trotz gelang es 1946 jedoch den Unentwegten, die Voraussetzung zu schaffen für jenen Rahmen des Dithmarscher Sports, der sich bis heute bewährt hat und den Sport nach nunmehr 65 Jahren lebendiger denn je vorstellen kann. Die herausragende Tat der ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Vereinen ist eben dieser Neuaufbau gewesen, der große Opfer an Zeit und persönlichem Einsatz gefordert hat. Aber auch das Halten des Erreichten in heutiger und zukünftiger Zeit ist eine wesentliche Aufgabe der Vereinsvorstände geworden. Anlässlich der Feierstunde zum fünfundzwanzigjährigen Bestehen des Kreissportverbandes machte der ehemalige Präsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein Karl Bommes dies deutlich: „Das Wort Dank sagt in diesem Zusammenhang nur unvollkommen aus, was wir diesen Männern und Frauen der „Ersten Stunde“ schulden.“ Der Sport, der in dieser Zeit einen neuen Anfang wagte, bekannte sich zur Einheit von der Basis bis zur Spitze; als ein einheitliches Ganzes wollte er gesehen werden. Dies unterstrich der Sport durch die Gründung der Kreissportverbände im ganzen Lande, wobei der Kreissportverband Dithmarschen zu den ersten gehörte. Die Gründungsversammlung in Heide leitete der ehemalige Vorsitzende des Heider Sport Vereins Hans Burmähl. Nach eingehender Aussprache wurde der Vorstand für den „Sportkreis Westküste“ gewählt: 1. Vorsitzender Willi Sick, 2. Vorsitzender Arnold Marxen, Schriftführer und Pressewart Fritz Henning, Kassenwart Günter Möller, Technischer Leiter Karl Müller, alle aus Heide sowie Jugendwart Willi Mohr aus Lohe. Der an der Gründungsversammlung teilnehmende Vertreter des Landessportverbandes Schleswig-Holstein hielt ein umfangreiches Referat über die Neugestaltung des Sports in Schleswig-Holstein. Er ermunterte die Gründungsmitglieder zum Beschluss, dem bereits im Aufbau befindlichen Landessportverband Schleswig-Holstein beizutreten. Bereits am 9. Juli 1946 konstituierten sich auf einem außerordentlichen Verbandstag die Fachausschüsse für Fußball, Hockey, Turnen, Leichtathletik, Schwimmen, Handball, Tischtennis, Segeln, Schiedsrichterwesen und ein Schiedsgericht. Das heutige Sportangebot, dass in der Zuständigkeit von elf Fachverbänden und in 173 Vereinen organisiert wird, zählt weit über 100 verschiedene Sportarten in Dithmarschen.
Doch in der Verbandsarbeit ergaben sich, wie nicht anders zu erwarten, Anfangsschwierigkeiten. Das führte am 15. Februar 1947 zur Umbesetzung des Vorstandes, in dem Karl Müller zum 2. Vorsitzenden gewählt wurde und dann kurze Zeit später den Vorsitz übernahm. Inzwischen wurde der „Sportkreis Westküste“ umbenannt in „Kreissportverband Dithmarschen“, es hat also nie zwei Kreissportverbände (Nord und Süd) gegeben. Schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit hatten die damaligen Fachausschüsse einen geordneten Turn- und Spielbetrieb organisiert. Zur damaligen Zeit trieben rund 2.000 Mitglieder in 35 Vereinen Sport. Das Jahr 1950 brachte wesentliche Veränderungen mit sich. Auf Bundes- und Landesebene bildeten sich in immer stärkerem Maße die Fachverbände. Auf Kreisebene wurden die Fachausschüsse in Fachverbände umbenannt und wurden nach und nach eigenständig. So konzentrierte sich die Arbeit des Kreissportverbandes Dithmarschen daher in erster Linie auf die Bewältigung der überfachlichen Aufgaben im Sport für den gesamten Bereich Dithmarschen. Die große Beständigkeit in der Verbandsführung des Kreissportverbandes Dithmarschen wurde zum Garanten für die überaus erfolgreiche Arbeit des Verbandes. Von 35 Vereinen im Jahre 1948 ist er heute auf 173 Vereine gewachsen. Das drückt sich besonders auch in der Entwicklung der Mitgliederzahlen aus, die von ca. 2.000 Mitgliedern im Jahre 1948 auf fast 47.000 Mitglieder in diesem Jahr gewachsen sind. „Dies unterstreicht deutlich die große Bedeutung des Sports in Dithmarschen, mehr als jeder dritte Einwohner gehört einem Sportverein an, obwohl wir in den vergangenen Jahren rückläufige Zahlen verzeichnen“, stellt der KSV-Vorsitzende Hans-Jürgen von Hemm fest. Gründungsvorsitzender Willi Sick war nur kurze Zeit im Amt geblieben. Danach wurde der Verband von Karl Müller 1947–1957, Hinrich Rühmann 1958–1968 und Karl-Heinz Striebinger 1969–1985 geführt. Nach dem plötzlichen Ableben von Karl-Heinz Striebinger übernahm Wolfgang Beer vom TV Windbergen im November 1985 für über 23 Jahre den Vorsitz, zunächst kommissarisch. Beim Verbandstag 1986 wurde er gewählt und bis zum 28.03.2009 alle zwei Jahre von der Versammlung in seinem Amt bestätigt. Seitdem führt der Ostroher Hans-Jürgen von Hemm den Verband. Als Dachverband des Sports in Dithmarschen hat der KSV folgende satzungsgemäße Aufgaben:
Zusammen mit der Sportjugend setzt sich der KSV für den „Sport in Dithmarschen!“ ein. Haben wir heute ausreichend und vorbildliche Sportstätten sowie eine Vielzahl an unterschiedlichsten Sportarten, fühlen sich immer weniger Menschen bereit, ehrenamtliche Aufgaben in den Vereinen zu übernehmen.
Eine zentrale Aufgabe des im KSV organisierten Sports liegt in der Tatsache begründet, dass es in den zurückliegenden Jahren in unserer Gesellschaft zu erheblichen Veränderungen besonders in sozialen Fragen gekommen ist. Da diese Entwicklung anhält, muss der Sport reagieren, - wenn Kinder aus benachteiligten Familien vom Sport ausgeschlossen sind, - wenn das Freizeitverhalten Kinder von Sport und Bewegung fernhält, - wenn falsche Ernährung die Gesundheit beeinträchtigt, - wenn Migranten/innen den Zugang in unsere Vereine nicht finden. Zur Lösung solcher Probleme brauchen der KSV und seine Vereine Hilfe, die wir in der Zusammenarbeit mit Partnern (Schulen, Kindergärten, Jugendpflege und Jugendhilfe) suchen und finden.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene, von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter, erleben den Sport als einen entscheidenden Schritt zu einer gesunden Lebensführung oder bei der Rehabilitation. Alle Menschen sind herzlich eingeladen, dem zweiten Motto des KSV zu folgen und „Gemeinsam fit!“ zu sein.
Die finanzielle Unterstützung vieler Sportvereine erfährt seitens mancher Stadt oder Gemeinde Einschränkungen oder die Vereine werden durch erhebliche Gebühren zusätzlich belastet. Einschränkungen des Sportangebots aus Kostengründen sind weiterhin zu erwarten. Im Gegensatz dazu sind die Erwartungen hinsichtlich des Angebots größer geworden. Viele Vereine sind daher über das früher gekannte Maß hinaus durch ein sich immer weiter ausfächerndes Programm von Sportarten und Angebotsvarianten belastet. Von den ehrenamtlich agierenden Vereinsvorständen wird viel Flexibilität, Innovation, Ideenreichtum, Selbstbewusstsein, solidarisches Verständnis und Durchhaltewillen auch in Zukunft erwartet. Der Sport – in besonderem Maße der Kreissportverband als Dachorganisation – wird daher deutlicher auf seine gesundheits- und gesellschaftspolitische Bedeutung aufmerksam machen. Sportvereine sind nicht austauschbar mit Kursanbietern oder dem Sportcenter, die sich aus der Angebotspalette die „Rosinenstücke“ herauspicken. Unsere Vereine sind nämlich keine Dienstleistungsbetriebe, sondern stellen sich bewusst einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung unter Beachtung des solidarischen Prinzips. Deshalb müssen wir in Dithmarschen mit dem Sport „Gemeinsam stark!“ sein.
Heute hat der KSV seine Geschäftsstelle seit über zehn Jahren in der Waldschlößchenstraße 39, in Heide. Die Geschäftsführerin ist seit November 2009 Dörte Bornholt. Die Öffnungszeiten sind dienstags von 14 bis 19 Uhr, mittwochs von 09 bis 12 Uhr Fachbereich Sportabzeichen, durch Jens Hartwig betreut, und donnerstags von 9 bis 14 Uhr. Aktuelles, Wissenswertes und Kontaktdaten sind im Internet unter www.ksv-hei.de nachzulesen.
Aus Anlass des 66-jährigen Bestehens wird zur Zeit ein Kreissportfest am 18. August 2012 in Heide vorbereitet.
Text: Wolfgang Beer/Hans-Jürgen von Hemm
Das kompetente und durch langjährige Vorstandsarbeit erfahrene KSV-Vorstandsteam stellt sich den zukünftigen Aufgaben für den Sport in Dithmarschen. Von links nach rechts 2. Vorsitzender Bernd Schubert, Beisitzer Sportabzeichen Jens Hartwig, Beisitzer Breitensport Andreas Schoppe, Kassenwart Christian Witt, Geschäftsführerin Dörte Bornholt, Vorsitzende der Sportjugend Karina Schmidt, Frauenbeauftragte Ines Stier, Beisitzer für Kooperationen Schule/Kindergärten und Vereine Gerald Grimmer, Ehrenvorsitzender Wolfgang Beer, Beauftragter für den Seniorensport Günter Bielenberg, Lehrwart und Medienbeauftragter Winfried Melzer und Vorsitzender Hans-Jürgen von Hemm. Es fehlt auf dem Foto Beisitzerin Gesche Dohrn.
|
|||||||||||||